Übersäuerung, ein Mythos?
- Ines Weinberger

- 29. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Warum spucken Hund und Katze wirklich? 🤔
"Hilfe, mein Hund spuckt!" – Und die Katze gleich hinterher!
Kennst du das? Du startest entspannt in den Tag, doch plötzlich dieses unverkennbare "Würg, würg"! Dein Vierbeiner präsentiert dir ein frisches Magenkunstwerk – und natürlich auf dem Teppich!
Die Diagnose aus dem Freundeskreis und dem Internet lässt nicht lange auf sich warten: "Der ist übersäuert!" Und zack, geht's los mit Hausmittelchen, Futterumstellungen und vielleicht sogar Medikamenten.
Aber Moment mal: Können Hunde und Katzen wirklich "übersäuern"?
Warum Übersäuerung oft missverstanden wird
Der Magen deines Hundes ist kein menschlicher Magen. Er ist ein wahres Verdauungswunder! Hunde sind darauf ausgelegt, unregelmäßig große Portionen zu verschlingen, denn in der Natur ist nicht jeden Tag ein Festmahl gesichert. Ihr Magen ist extrem dehnbar und kann bis zu 10 % ihres Körpergewichts aufnehmen – Wahnsinn, oder?
🐕 Hunde: Wenn dein Hund zu oft kleine Snacks bekommt, produziert sein Magen permanent Säure. Dann kommt die lange Nachtpause, und BOOM! – Am Morgen spuckt er. Das ist kein Zeichen von Übersäuerung, sondern schlichtweg von "ich hab zu viel Säure produziert, aber nichts zu verdauen!"
🐈 Katzen: Deine Samtpfote erbricht Haarballen? Absolut normal. Katzen sind wahre Meister im Selbstreinigungsmodus, und Haare gehören nicht in den Magen. Dass sie den Teppich dafür bevorzugen, bleibt wohl ein ewiges Rätsel...
Aber Achtung: Häufiges Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Lethargie sind ein Alarmzeichen! Dann solltest du mit mir sprechen.
Was du tun kannst 💪
✔️ Füttere gezielter! Hunde profitieren von weniger, aber dafür größeren Mahlzeiten (1-2x täglich). Ständige Snacks bringen das Verdauungssystem durcheinander.
✔️ Bitterstoffe sind deine Freunde! Ein wenig Löwenzahn, Rucola oder Chicorée unter das Futter mischen und dein Hund verdaut besser. Keine Sorge, das ist kein Kaninchenfutter!
✔️ Unregelmäßige Fresszeiten können helfen! Dein Hund lernt, dass es nicht nach "Pawlowscher Glocke" immer pünktlich zum Futter kommt. Das verhindert übermäßige Magensäureproduktion.
✔️ Kohlehydrate getrennt füttern! Reis, Kartoffeln & Co. saugen Magensäure auf – das kann den pH-Wert im Magen ungünstig beeinflussen.
✔️ Natürliche Magenhelfer nutzen! Slippery Elm oder Eibischwurzel beruhigen gereizte Magenschleimhäute. Perfekt bei akuten Beschwerden.
Schluss mit dem Spuck-Theater!
Wenn dein Hund (oder deine Katze) öfter mal spuckt, musst du nicht in Panik verfallen. Die richtige Fütterung macht den Unterschied! In meiner Ernährungsberatung helfe ich dir, die perfekte Lösung für dein Tier zu finden – individuell, praxistauglich und vor allem: ohne unnötige Experimente!
Schreib mir oder schau in meinem Online-Shop vorbei – denn dein Tier verdient nur das Beste! ❤️🤍



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