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Knochen für Bello & Co.: Lecker oder gefährlich? Ein gründlicher Blick auf die Knochenfütterung


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Knackig und lecker oder riskante Angelegenheit?

Die Frage, ob Hunde und Katzen Knochen fressen dürfen, spaltet die Tierhalter-Gemeinde. Während die einen auf die natürliche Freude ihrer Vierbeiner am Knochennagen schwören, warnen andere vor den Gefahren. Lassen Sie uns gemeinsam die Knochen in den Topf werfen und herausfinden, was dran ist an diesem Streitthema.

Warum lieben Tiere Knochen so sehr?

Zunächst einmal: Knochen sind einfach unwiderstehlich! Für unsere fleischfressenden Freunde sind sie ein wahrer Gaumenschmaus und bieten zudem eine tolle Beschäftigung. Das Knabbern an Knochen ist eine instinktive Tätigkeit, die viele wichtige Funktionen erfüllt:

  • Zahnreinigung: Durch das Knabbern werden Zahnbelag und Zahnstein reduziert, was das Risiko von Zahnfleischentzündungen verringert.

  • Stressabbau: Das Kauen auf einem Knochen kann Stress abbauen und für Entspannung sorgen.

  • Beschäftigung: Knochen bieten eine sinnvolle Beschäftigung, die Langeweile und Verhaltensstörungen vorbeugen kann.

Die Schattenseiten der Knochenfütterung

So verlockend das Knochenkauen auch sein mag, es birgt auch einige Risiken:

  • Splittern: Besonders bei gekochten Knochen besteht die Gefahr, dass sie splittern und im Maul oder im Verdauungstrakt Verletzungen verursachen.

  • Verschlucken: Kleine Knochenstücke können verschluckt werden und zu Verstopfungen führen.

  • Erbrechen: Durch das Kauen auf Knochen können sich Erbrechen und Durchfall einstellen.

  • Zahnbrüche: Bei zu hartem Knochen können Zähne brechen.

Welche Knochen sind sicher?

Nicht alle Knochen sind gleich. Um das Risiko zu minimieren, sollten Sie folgende Regeln beachten:

  • Rohe Knochen: Bitte grundsätzlich nur rohe Knochen verfüttern. Sie sind sicherer als gekochte, da sie weniger splittern.

  • Große Knochen: Wählen Sie große, fleischige Knochen, die nicht leicht zerbrechen.

  • Keine Röhrenknochen: Röhrenknochen wie Hühnerknochen können leicht splittern und sollten daher nur wenig verfüttert werden.

  • Keine gekochten Knochen: Gekochte Knochen werden brüchig und stellen ein hohes Verletzungsrisiko dar.

  • Keine Knochen für Welpen und Senioren: Jungtiere und ältere Tiere haben empfindlichere Zähne und sollten keine Knochen bekommen.

Alternativen zur Knochenfütterung

Wenn Sie unsicher sind, ob die Knochenfütterung für Ihren Hund oder Katze geeignet ist, gibt es Alternativen:

  • Rohes Gemüse: Man kann größere Würfel Gemüse zum nagen anbieten.

  • Füllspielzeuge: Interaktive Spielzeuge, die mit Futter gefüllt werden können, bieten eine tolle Beschäftigung.

  • Schleckmatten: auch Schleckmatten sind im Sommer eine unwiderstehliche, tolle Ablenkung für Ihre Fellnasen.

Die Entscheidung, ob Sie Ihrem Hund oder Ihrer Katze Knochen füttern, sollten Sie individuell abwägen. Bei richtiger Auswahl und unter Aufsicht kann die Knochenfütterung eine tolle Ergänzung zur Ernährung sein. Wenn Sie jedoch unsicher sind, sollten Sie lieber auf Alternativen zurückgreifen.

Fragen Sie niemals einen Hund, ob er lieber einen Knochen oder ein Kuscheltier hätte. Die Antwort ist meist eindeutig!

Knochenfütterung und BARF:

Die Knochenfütterung ist ein fester Bestandteil der BARF-Ernährung. Knochen liefern nicht nur Kalzium und andere Mineralstoffe, sondern auch wichtige Enzyme und unterstützen die Zahngesundheit.

  • Vorteile: Natürliche Zahnpflege, Beschäftigung, Versorgung mit wichtigen Nährstoffen.

  • Nachteile: Verletzungsrisiko, nicht für alle Tiere geeignet.

Wichtig bei der BARF-Ernährung:

  • Qualität der Knochen: Achte auf hochwertige, unbehandelte Knochen von Tieren aus artgerechter Haltung.

  • Balance der Ernährung: Knochen sollten nur einen Teil der Ernährung ausmachen. Eine ausgewogene BARF-Mahlzeit enthält neben Knochen auch Fleisch, Innereien und pflanzliche Bestandteile.

  • Individuelle Anpassung: Die Ernährung sollte an die Bedürfnisse des jeweiligen Tieres angepasst werden.


Häufige Fragen von Tierhaltern zur Knochenfütterung

1. Ab welchem Alter kann ich meinem Hund/Katze Knochen füttern?

  • Antwort: Generell sollten Welpen und sehr junge Tiere keine ganzen Knochen bekommen, da ihre Zähne noch zu weich sind. Man kann natürlich aber die Knochen gemahlen mit füttern, vor allen Dingen wenn die Tiere gebarft werden. Ab einem Alter von etwa 4-6 Monaten, je nach Rasse und Größe des Hundes, kann man vorsichtig mit der Knochenfütterung beginnen. Immer unter Aufsicht und mit geeigneten Knochen für die jeweilige Größe und in Absprache mit einem Ernährungsberater.

2. Wie oft sollte ich meinem Tier Knochen geben?

  • Antwort: Die Häufigkeit der Knochenfütterung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des Tieres, seinem Aktivitätslevel und der Gesamtmenge der aufgenommenen Nahrung. Einmal pro Woche kann ein guter Richtwert sein, aber es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse des Tieres zu berücksichtigen.

3. Welche Knochen sind für meine Katze geeignet?

  • Antwort: Für Katzen eignen sich besonders gut Geflügelknochen und Karkasse (ohne Knochenmark), mit großen Fleischstücken am Knochen. Wichtig ist, dass die Knochen nicht zu scharfkantig sind und die Katze sie nicht verschlucken kann.

4. Kann ich meinem Hund gekochte Knochen geben?

  • Antwort: Nein, gekochte Knochen sind tabu! Durch das Kochen werden sie brüchig und splittern leicht. Dies kann zu schweren Verletzungen im Maul und im Verdauungstrakt führen.

5. Was mache ich, wenn mein Tier einen Knochen verschluckt hat?

  • Antwort: Das Verschlucken kleiner Knochenstücke kann zu Verstopfungen führen. Beobachten Sie Ihr Tier genau. Bei Anzeichen wie Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Lethargie sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

6. Kann ich meinem Hund/Katze jeden Tag einen Knochen geben?

  • Antwort: Nein, eine tägliche Knochenfütterung ist nicht empfehlenswert. Knochen sollten eher als gelegentliche Belohnung oder Ergänzung zur normalen Ernährung dienen.

7. Was sind gute Alternativen zur Knochenfütterung?

  • Antwort: Besprechen Sie die Alternativen, die für Ihr Tier am Besten ist mit Ihrem Berater.

8. Kann ich meinem Tier Knochen geben, wenn es Zahnprobleme hat?

  • Antwort: Bei bestehenden Zahnproblemen sollten Sie vor der Knochenfütterung unbedingt einen Tierarzt konsultieren. Dieser kann beurteilen, ob das Kauen auf Knochen für Ihr Tier geeignet ist.

9. Wie lagere ich Knochen am besten?

  • Antwort: Knochen sollten kühl und trocken gelagert werden, um eine Vermehrung von Bakterien zu verhindern. Tiefkühlen ist ebenfalls möglich.

10. Was mache ich mit den Knochenresten?

Antwort: Knochenreste sollten aus hygienischen Gründen entsorgt werden.



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Zusammenfassung:

Die Knochenfütterung kann ein wichtiger Bestandteil der Ernährung von Hunden und Katzen sein. Sie bietet zahlreiche Vorteile, birgt jedoch auch Risiken. Eine sorgfältige Auswahl der Knochen und eine genaue Beobachtung des Tieres sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden.


Hinterlassen Sie mir doch gerne in den Kommentaren Ihre Erfahrungen der Knochenfütterung. Ich freue mich über eine rege Beteiligung.

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